Architektur des Herrenhauses

Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Anwesen auch baulich immer wieder den jeweiligen Erfordernissen oder Eigentümerwünschen angepasst. Und so entstand schliesslich Ende des 19. Jahrhunderts das neue Schlossgebäude am nordöstlichen Hang. Befand sich hier der Eingang zunächst noch auf der Nordseite, so wurde das Areal später im Süden des Gebäudes terrassenförmig gestaltet und der Haupteingang hierhin verlegt. Noch heute befindet sich auf der Südseite der prächtige, säulengestützte Balkon, unter dessen Schutz das Eingangsportal liegt.

Nach dem zweiten Weltkrieg fanden – hauptsächlich innen – weitere Umbaumassnahmen statt, um eine Nutzung als Kurhaus und später Altenpflegeheim zu ermöglichen.

Im Dehio findet sich folgende Beschreibung:
„Ehem. Rittergut, Pflegeheim (Altrattwitz 7). Das auf einer Anhöhe stehende Herrenhaus mit Mansardenwalmdach, um 1890. Schlichtes Segmentbogenportal; die Sandsteingewände der Fenster mit Ohrenrahmung und Schlußstein, verschiedene Verdachungen. Die Gartenfassade mit dreiachsigem Mittelrisalit und Altan. Von der weiträumigen Anlage noch Scheunen und Stallungen sowie ein Park erhalten.“ (Georg Dehio Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler Sachsen I, Regierungsbezirk, 1996)

 

© Familienarchiv Heigl/Dischl

 

Ganz „Herrenhaus“ zeigt sich das Anwesen auch in seinem Inneren. Die repräsentativen Räumlichkeiten warten auf eine neue, sinnvolle Nutzung.

Grosszügige, lichtdurchflutete Räume mit vielen Fenstern, die den Blick auf den malerischen Park freigeben, vereinen stilvolles Ambiente und zeitlose Schönheit. Die sehr großzügig geschnittenen Zimmer weichen nur an wenigen Stellen vom ursprünglichen Grundriss ab und können jederzeit wieder auf diesen zurückgeführt werden.

Das Rattwitzer Herrenhaus bietet viele Möglichkeiten, es wieder mit Leben zu erfüllen. Und das in einem Rahmen, der seinesgleichen sucht. Vom Tiefparterre bis unter’s Dach warten einige hundert Quadratmeter auf Ihre Ideen!

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